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Gesunde Feiertage

Weihnachten vor 70 Jahren, Familie Karl und Wilhelmine Böhler in Derdingen
Weihnachten vor 70 Jahren, Familie Karl und Wilhelmine Böhler in Derdingen

Ob es wohl früher besser war? Es war vor sieben Jahrzehnten anders und bescheidener. Urlaub in fernen Ländern, das kannte man nicht, man schenkte sich zu den Festtagen, was man brauchte und freute sich darüber. Der Krieg war vorbei, man spürte, es ging aufwärts.

Was sind heute unsere Sorgen und was gibt uns Hoffnung, über was redet man heute am Familientisch an Weihnachten? Sicher nicht nur über das allgegenwärtige Coronathema, übers Impfen, sondern auch darüber wie es wohl weitergeht, über die Zukunftsaussichten der Kinder und Enkel. Welche Berufsbilder sind morgen gefragt, welche Fähigkeiten sollte man besitzen. Bei den Überlegungen zur Zukunft ist auch Erfahrungswissen gefragt. Die Tage zwischen Weihnachten und Dreikönig werden erfahrungsgemäß allgemein zu Familienbesuchen genutzt. Erinnerungen an vergangene Zeiten, an die eigene Jugend, werden von den Älteren gerne erzählt. Das „soziale Umfeld“ war damals einfacher und übersichtlicher, und die Zukunftspläne überall ähnlich.

Die Enkel werden eine Generation später wohl auch den heutigen Zeiten nachtrauern und davon erzählen „wie es früher war“. Pflegen wir also an den Feiertagen ganz bewusst das Gespräch in der Familie, das nachwirkt und länger hält, als die meisten Weihnachtsgeschenke. Vielleicht ist unsere Coronazeit mit ihren Einschränkungen dann für die Enkel der Drehpunkt, an dem auch Jugenderinnerungen hängen.  

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Zukunftsplanungen

In der Sebastian-Kirche in Bahnbrücken befinden sich wertvolle Wandmalereien, die erst vor 110 Jahren wiederentdeckt wurden.
In der Sebastian-Kirche in Bahnbrücken befinden sich wertvolle Wandmalereien, die erst vor 110 Jahren wiederentdeckt wurden.

Von dem, was unser Verein sich für das ablaufende Jahr vornahm, konnte wenig umgesetzt werden. Gut, mit unseren Rundbriefen hielten wir Kontakt mit den Mit-gliedern, nur weniges durfte man „gemeinsam unter-nehmen“. Ein Spaziergang zur Bismarckeiche, und der Besuch auf dem Michaelsberg im Zabergäu war es dann für den Herbst.

Einen Termin für die Jahreshauptversammlung 2022 können wir noch nicht angeben. Bei der Altersstruktur unseres Vereins ist eine „Internetkonferenz“ nicht angesagt. Wir werden warten, bis es wieder möglich ist, sich analog, also „körperlich“ zu treffen. Auch gemeinsame Ausflüge mit der Bahn scheiden so lange aus, bis man dort ohne Maske den Zug benutzen darf. Bleibt für uns eigentlich nur wenig übrig: Organisierte Autofahrten mit Privat-PKW und Spaziergänge in der näheren Umgebung. Auch dafür gäbe es lohnende Ziele, für die sich zumindest einen Teil unserer Mitglieder interessieren könnte. Zum Beispiel die Kirchen in der näheren Umgebung. Wenige Derdinger werden die Bahnbrücker Kirche von innen kennen, und wenige Flehinger waren wohl schon der Kirche von Hohenklingen. Auch der Michaelsberg bei Bruchsal wäre ein lohnendes Ziel, praktisch der zweite Teil unseres Ausflugs ins Zabergäu. Vielleicht wäre auch in Zusammenarbeit mit dem Förster ein winterlicher Waldbegang möglich, oder mit unserem Nachbarverein in Zaisenhausen eine Besichtigung der dortigen Kirche. Durch ihren Weißenburger Ursprung hatte eine der Vorgängerkirchen ein Petruspatrozinium. Viel weiter sollte man wohl nicht planen, denn „Zeit und Umstände“ fürs nächste Vierteljahr sind noch wenig abschätzbar.

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