s'Blättle

(Informationen, die auch im s'Blättle von Oberderdingen zu lesen sind)

Großvillars

1940 in der Freudensteiner Straße in Großvillars
1940 in der Freudensteiner Straße in Großvillars

Könnte man heute noch die Hausbäume an der Freudensteiner Straße von Großvillars „steubern“? Man sieht es der Frau mit ihren Kindern an, dass es Sonntag ist, und im Sommer 1940 waren viele Ehemänner bereits zur Wehrmacht eingezogen. Fotos hatten damals einen ganz anderen Erinnerungswert, sie unter-scheiden sich deutlich von den heutigen digitalen Formaten. Von letzteren ist zu befürchten, dass die wenigsten 80 und mehr Jahre alt werden, weil sie nur in Ausnahmefällen ausgedruckt und in Fotoalben geklebt werden. Eigentlich schade.

Unser Verein hofft, dass nach den Sommerferien wieder „normale Zusammenkünfte“ ohne Mundschutz möglich sein werden, denn es steht unsere Hauptversammlung für dieses Jahr noch aus. Alte Bilder sind im vergangenen Jahr eingegangen, die zu beschreiben wären, und auch sonst gäbe es einiges zu besprechen. Was können wir z.B. in Großvillars bieten? In den vergangenen Jahren haben wir immer im Herbst eine Veranstaltung im Feuerwehrhaus zusammen mit dem Bürgerverein organisiert. Kommen dieses Jahr noch so viele Bilder zusammen, dass es vielleicht noch zu einer Ausstellung reicht? Gesprächsbedarf ist also auch in unserem Kreis „nach Corona“ vorhanden.       

Bei einem informellen Gespräch in Zaisenhausen stellten die Vorstände des Heimatkreises Oberderdingen und des Heimat, Kultur und Trachtenvereins (HKTV) Zaisenhausen fest, dass es beiden Vereinen zum Vorteil gereichen würde, wenn sie zusammenarbeiteten. So kann der Zaisenhäuser Verein in den nächsten beiden Jahren das Publikationsorgan des Heimatkreises Oberderdingen zur Veröffentlichung von eigenen Artikeln nutzen. Es würde nie schaden, wenn die an Lokalgeschichte Interessierten sich austauschen würden, denn die Themen überschneiden sich nicht nur heute, sondern auch in der Vergangenheit. Man kam überein, dass aber die strikte organisatorische und finanzielle Trennung der beiden Vereine bestehen bleibt. Dies bringt nicht nur Kostenvorteile, beide Seiten haben interessante, sich überschneidende Themen wie „Schwefelbad“ und „Samuel Friedrich Sauter“. Sie haben eine ähnliche klösterliche  Vergangenheit, Herrenalb oder Maulbronn waren ja Zisterzienserklöster.

Jedenfalls, der Wille beider Vereinsvorstände war es, den aufgenommenen Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, man will sich deshalb in absehbarer Zeit zu weiteren Gesprächen treffen.

(2421)