s'Blättle

(Informationen, die auch im s'Blättle von Oberderdingen zu lesen sind)

Waldensermuseumin Schönenberg

Ausflug zum Waldensermuseum Schönenberg
Ausflug zum Waldensermuseum Schönenberg

Das Museumskonzept in Schönenberg: Man soll sich bevor man durch die Räume mit den Gegenständen aus kirchlicher oder häuslicher Vergangenheit geht, durch einen Film informieren lassen. Dieser bietet dann einen Überblick zur Waldenser-geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Eine Hand-reichung zum Verständnis, weshalb um 1700 die Glaubensflüchtlinge nach Württemberg kamen,

ist hilfreich und vermittelt notwendiges Hintergrund-wissen. Sonst wäre die

Rauchküche mit ihrem Inventar nur eine Rand-bemerkung zu den allgemein üblichen Lebensverhältnissen in der Maulbronner Gegend. Man begreift so, weshalb die

Türstürze im Pfarrhaus des Anführers der Waldenser auf ihrer Flucht und Vertreibung so niedrig waren. Die Réfugiés aus den Cottischen Alpen waren kleinwüchsiger als die Ein-heimischen. Sie brachten ja andere Sitten und eine fremde Sprache mit. Ausgestellt sind in Schönenberg, einem Ortsteil von Ötisheim, Trachten, Möbel, vor allem aber Schriften: französische Bibeln oder Predigtanleitungen. Man kann sich anhand von Schautafeln über ihren Fluchtweg aus Savoyen orientieren. Man bekommt im Museum eine Ahnung vom schweren Anfang der „welschen Huckepäckler“, die sich mit Seidenanbau (Maulbeerbäume) und Tabak befassten, auch den Kartoffelanbau in Württemberg populär machten. Unsere neunköpfige Gruppe sah den Original-Wetterhahn der Großvillarser Kirche samt den Resten der ursprünglichen Schiefereindeckung ihres Turmes. Bei der „Nacharbeit“ in der Ötisheimer Krone war die meistgestellte Frage: Wo gehen wir als Nächstes hin? Knittlingen und Sulzfeld wurden genannt, dort sind technische oder volkskundliche Antiquitäten zu besichtigen, und in Würzburg, das auch gewünscht wurde, bekommt man Sickinger Vergangenheit geboten.

Wegen der Schlossgarteneinweihung fällt die reguläre Zusammenkunft am 17. Oktober aus. Die nächste Veranstaltung des Heimatkreises ist somit die Vorstellung des Flehinger Orts-

familienalbums am Sonntag, den 27. Oktober 2019, um 11 Uhr im Bahnhof. Dies ist der Flehinger Kirchweihsonntag. Den Rahmen dazu wird eine Fotoausstellung mit Motiven aus der neuen Sonderveröffentlichung des Heimatkreises bilden.

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