Aktuelles

Etwas auch für Jüngere

Jugendmannschaft ca. 1955; die Namen sind bekannt
Jugendmannschaft ca. 1955; die Namen sind bekannt

So „altbacken“ ist es gar nicht, wenn der Heimatkreis seine Museumsbesuche mit der Bahn ansteuert. Zumindest liegt er damit im „Klimatrend“, und wenn dann noch das Thema für den Museumsbesuch passt, könnten doch Leute diesseits der Pensions-grenze mitfahren. Weshalb wir nicht an Wochentagen, sondern unsere Fahrten am Wochenende anbieten. Wie z.B. die nächste Exkursion nach Speyer. Dort besuchen wir die Sonderausstellung „Marilyn Monroe“. Sie war das Jugendidol der 50 er Jahre des vergangen Jahrhunderts. Der damalige Modetrend und das Zeitgefühl sind auch heute für jüngere Leute interessant. Mit welchen Methoden erreichte dieser Superstar die Aufmerksamkeit eines Millionenpublikums. Nicht nur – aber auch – mit dem von einer Warmluftheizung hochgepusteten Rock.

Die Kosten für Fahrt und Eintritt halten sich in Grenzen. Wir legen die Auslagen um, mit etwa 22 € pro Teilnehmer rechnen wir. Ist die Gruppe größer, sinkt der Preis für den Einzelnen. Vielleicht für den Einen oder Anderen auch noch interessant, wir sitzen nach dem Museums-besuch in einem Lokal zu einem Bier oder Kaffee zusammen. Das Mitmenschliche, das Gespräch soll nicht zu kurz kommen. Wir sind ein offener Verein mit vielen Interessen.  

Weniger wahrscheinlich  aber nicht unmöglich ist es, noch uralte, bislang nicht veröffentlichte Fotos von Vereinsaktivitäten aufzutreiben. Gesucht sind z.B. Vorkriegsaufnahmen des Fuß-ballclub Flehingen und der Viktoria Sickingen. Vielleicht haben sich in Fotoalben Aufnahmen von Spielern der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erhalten, auch von auswärtigen Mannschaften. Z.B von der Fußballabteilung des Turnvereins Bretten, oder des Fußball-vereins Bretten 1913. Diese Vereine oder Abteilungen gibt nicht mehr. Wenn so ein Bild bei uns in einem Fotoalbum auftauchte, wäre dies ein Ansatz für weite Nachforschungen in der Nachbarschaft, weshalb wir selbstverständlich an alten Aufnahmen auch von Anlässen in Nachbargemeinden bei denen fotografiert wurde, auch interessiert sind. Oft hilft es weiter bei der auswärtigen Verwandtschaft nachzufragen, ob sich dort Alben mit alten Flehinger Aufnahmen erhalten haben.

Ansprechpartner für solche alte Vereinsfotos – auch von Nachbarvereinen- sind Hartmut Alker vom FCF, oder Heinrich Kowarsch vom Heimatkreis.              

(2719)

Sommerprojekte zum Mitmachen

So hat der Innenraum der Waldenserkirche in Großvillars vor 1951 ausgesehen
So hat der Innenraum der Waldenserkirche in Großvillars vor 1951 ausgesehen

In diesem Monat ist der normale Termin für den Heimatkreis im Flehinger Bahnhof wegen Fronleichnam ausgefallen. Die nächste und letzte Zusammenkunft vor den Sommerferien ist am 18. Juli im Bahnhof, dann ist Sommerpause bis 19. September. Das bedeutet aber nicht, dass unser Verein nichts anbietet.

Wir haben beispiels-weise vor nach Speyer zu fahren, um uns dort die Ausstellung zu Marilyn Monroe anzusehen, und auch das Technikmuseum in Mannheim steht auf dem Besuchs-zettel. Kümmern sollten wir uns um die „Kleindenkmale“, da steht teilweise noch die Lokal-isation der beschriebenen Sachen mit ihren Koordinaten aus. Dann arbeitet Heinrich Kowarsch am Ortsfamilienalbum Flehingen, das im Oktober erscheinen soll, und im nächsten Rundbrief ist auch noch Platz für Texte zur Regionalgeschichte und Volkskunde. 1919 war für Tirol und damit für unsere Partnergemeinde Heinfels ein besonderes Jahr. „Baustellen“ zum Mitmachen sind also reichlich vorhanden. Auch sollten wir unsere Fahrt nach Glinde „nacharbeiten“. Dort haben wir versprochen, einen weiteren Film oder andere Belege über „unser Lichtmess“ ins Museum zu schicken. Wir haben zwar als Präsent einen Film von 2017 übergeben, aber jedes Lichtmess ist anders und ein weiteres Bilddokument würde die Freundschaft zu Glinde vertiefen. Wer also einen älteren Lichtmessfilm (Super 8 oder digital) besitzt, sollte diesen bitte dem  Verein kurzfristig überlassen. Er bekommt ihn garantiert unbeschädigt zurück.

Für unseren Verein ist ein weiteres Thema aktuell: das dreihundertjährige Jubiläum der ersten „Waldenserkirche“ in Großvillars. Wir werden im Sommer das Waldensermuseum in Schöneberg besuchen, den genauen Termin vereinbaren wir am 18. Juli in Flehingen. Da wir zudem eine Publikation zum Kirchenbau von 1749 – 1752 in Großvillars planen, bitten wir um Mithilfe. Gesucht sind Vorkriegsfotos vom Innenraum, von Veranstaltungen im Zusammen-hang mit der Kirche von Festen und Konfirmationszettel auch Vorkriegsaufnahmen zu Konfirmationsfeiern, eben alles was mit der Geschichte der Großvillarser Kirche zusammen-hängt. Zeitungsberichte von 1952 vom Kirchenjubiläum, vielleicht existieren da sogar solche von 1899? Man kann nie wissen.           

(2619)

Unser Kerngeschäft

Voll besetzte Waldenserkirche in Großvillars
Voll besetzte Waldenserkirche in Großvillars

Im Gemeindearchiv sind jetzt alte Rech-nungsakten der ehe-maligen Gemeinde Großvillars, die ja keine Markung, sondern nur einen Steuerbezirk besaß. Damit kann man einen Einblick in die Lebensumstände der Waldensergemeinde in vergangenen Zeiten gewinnen, die sich doch in manchem vom damaligen Leben in Derdingen unterschieden. So gehörte Großvillars zum Klosteramt Maulbronn, wie auch Knittlingen. Derdingen selbst war ein eigenes klösterliches Stabsamt, was verschiedene Kon-sequenzen nach sich zog. Bei den Richtpreisen, die in der Weinrechnung jährlich festgelegt wurden, konkurrierte Großvillars z.B. mit den Spitzenlagen von Roßwag, ganz anders Derdingen, das Spitzenlage im Verhältnis zu seinen Amtsorten war. Auch in anderen wirt-schaftlichen Dingen lohnt der Vergleich: So arbeiteten beim Neubau der Großvillarser Kirche mehr Knittlinger als Derdinger Handwerker, und das Holz kam teilweise sogar aus dem badischen Teil des Schwarzwaldes. Die Bausteine jedoch holten sich die Großvillarser aus Freudenstein und Derdingen. Wahrscheinlich waren dafür neben der Entfernung auch die Abbaubedingungen entscheidend. Die Beifuhr der Steine mussten die Großvillarser Bürger unentgeltlich im Frondienst leisten.

Zum Kerngeschäft unseres Vereins gehört es, die Überlieferung, die sich in Archiven erhalten hat, zu publizieren und für den Gedanken der Heimatpflege zu werben. Deshalb geben wir die Rundbriefe heraus, die – wie wir aus unserer Mitgliederstatistik wissen – auch von auswärts wohnenden ehemaligen Derdingern, Flehingern, Sickingern und Großvillarsern gerne gelesen werden. Aspekte der Kirchengeschichte von Großvillars – die ja mit der Fertigstellung der ersten, heute nicht mehr vorhandenen festen Kirche von 1719 – also vor exakt 300 Jahren begann. Mit den jetzt zugänglichen Gemeinderechnungsakten kann man sie unter neuen Gesichtspunkten auswerten.

Es wird eine Publikation geben, entweder als kleinen Sonder- Kirchenführer oder bloß als einen ausführlicheren Aufsatz im nächsten oder übernächsten Rundbrief. Jedenfalls möchte der Heimatkreis diese Kirchengeschichte dokumentieren, und ist deshalb „scharf“ auf neue alte Bilder. Gefragt sind Innenaufnahmen heutige und frühere. Es sind Konfirmationsauf-nahmen im Kircheninneren gefragt. Frühe Bilder vom Großvillarser Kirchenchor oder Hochzeitsbilder, die in der Kirche aufgenommen wurden, ebenso Bilder von der Kinderkirche. 1952 wurde in Großvillars die 200- Jahrfeier des Kirchenbaus gefeiert, gibt es davon heute noch Aufnahmen und Zeitungsberichte? Im Jahr 1949 war die Feier zu Gründung der Commune Villars vor 250 Jahren, haben sich dazu Belege erhalten? Bitte sehen Sie in Familienfotos nach und fragen Sie bitte auch Ihre Verwandten z.B. in Knittlingen. Sie können die Fotos Herrn Oscar Combe zur Verfügung stellen, er wird sie Ihnen nach ein paar Tagen wieder unbeschadet zurückgeben. Sie müssen die Bilder auch nicht aus dem Album nehmen, diesem geschieht beim „Abfotografieren“ bzw. „Einscannen“ genauso wenig. Ebenso sind Vorkriegsbelege von Konfirmationsdenksprüchen gesucht, wie gesagt, örtliche Kirchenge-schichte zu dokumentieren gehört auch zur Kernaufgabe unseres Vereins.             

(2519)

Der Mitgliedsbeitrag für 2019 wird jetzt abgebucht

Handwerk in Flehingen: Sattlerei Ruppert Dörner
Handwerk in Flehingen: Sattlerei Ruppert Dörner

Weil dieses Jahr am 20. Juni Fronleichnam gefeiert wird, fällt die sonst immer am dritten Donnerstag des Monats übliche Zusammenkunft des Heimatkreises im Flehinger Bahnhof aus. In den nächsten Tagen wird der Verein den Jahresmitgliederbeitrag von 10 € abbuchen. Er hat sich seit vielen Jahren nicht mehr erhöht und deckt die Druckkosten unserer Veröffentlichungen. Den ersten der beiden jährlichen Rundbriefe haben wir auf Ostern bereits ausgeliefert, der Rundbrief 58 wird auf Advent erscheinen. Als Gegenleistung für den Jahres-beitrag erhalten die Mitglieder auch dieses Jahr zusätzlich als Sonderveröffentlichung das Ortsfamilienalbum Flehingen mit vielen historischen Bildern. Heinrich Kowarsch arbeitet daran mit Hochdruck. Er nimmt immer noch gerne Fotos an, die vom Flehinger Alltagsleben der Ver-gangenheit erzählen, besonders dann, wenn sie beschriftet sind. Der Bildband wird im Oktober auf Kirchweih erscheinen. Der Heimatkreis Oberderdingen hat zurzeit gut 400 Mit-glieder. Zum Mitgliedsbeitrag kommt noch ein Staatszuschuss, der von der Höhe der Druck-kosten abhängt. Letztes Jahr hat uns das Land Baden-Württemberg 2.500€ überwiesen. Verkaufserlöse und Sponsoring ergänzen die Finanzierung, die so Jahr für Jahr die Druck-kosten unserer Veröffentlichungen decken. Der Verein sammelt keine „Reichtümer“ an. Das will er auch nicht, sein Wirtschaftsziel ist Kostendeckung. Den jährlichen Vereinsbeitrag soll sich eben jeder leisten können. Wir wollen für alle Schichten offen bleiben. Im Übrigen achten wir darauf, dass bei unseren Ausflügen der Heimatkreis nicht draufzahlt. So haben wir auch diesen Sommer wieder vor, Ausstellungen zu besuchen. Speyer wäre wohl an der Reihe. Auch in den Sommerferien werden wir Kurzfahrten anbieten, wir laden dazu dann zeitnah über das „Blättle“ ein.

(2419)

Heimat ist, wo ich begraben sein will!

Gut besetzt war der Saal im Feuerwehrhaus Großvillars beim kurzweiligen und informativen Vortrag über unsere Heimat Kraichgau
Gut besetzt war der Saal im Feuerwehrhaus Großvillars beim kurzweiligen und informativen Vortrag über unsere Heimat Kraichgau

Ein studierter Geograph nähert sich dem Thema „Heimat Kraichgau“ anders als ein gestan-dener Verwaltungs-fachmann. Zur Ab-grenzung spielen geologische und klimatische Aspekte eine Rolle, auch der Einzugsbereich von Bächen und Flüssen. Interessant sind die Siedlungsgeschichte, die Pflanzenwelt und ihre Veränderung durch den Menschen im Laufe der paar tausend

Jahre, seitdem er hier ansässig ist. So ist der „Urmensch“ von Mauer der bislang älteste Fund dieser Gattung in Deutschland. Der Kraichgau war sehr früh besiedelt und fruchtbares Bauernland. Hier gedeihen alle Feldfrüchte, es gibt Rebland und Sonderkulturenvon Gemüse und Obst. Umkämpft war der Kraichgau in seiner Geschichte.Zerstörung gab es im  Bauern-krieg, im Dreißigjährigen Krieg und insbesondere bei den Franzoseneinfällen im 17. Jahr-hundert, wo Bretten, Heidelberg und die offenen Dörfer in Schutt und Asche sanken. Im Kraichgau waren Reichsritter begütert, weil weder die Pfalz noch Baden oder Württemberg sich politisch durchsetzen konnten. Die vielen Burgen – 150 hatte man einst im Kraichgau gezählt - zeugen von diesem charakteristischen Part. Der Kraichgau hatte viele kleine Städte,

eigentlich Zwergstädte die sich außer ihrem „Stadtrecht“ in fast nichts vom Nachbardorf unter-schieden. Die Täler des Kraichgaus waren Durchzugsland. In ihm galt als Erbrecht die Real-teilung. Auch Strukturfragen spielen herein: Ein Dorf unterscheidet sich von einem Weiler, wenn man in ihm alle Lebensbedürfnisse befriedigen kann. Es gibt Handwerker und eine Kirche, ein Wirtshaus, Läden, und wenn ein Dorf zu einer Stadt aufsteigt, auch einen Markt und vielleicht Beherbergungsbetriebe. Erst nach dem Krieg bekamen die Dörfer Industrie.

Minderheiten gab es auch: Juden und Mennoniten. Es gab Auswanderungswellen, beginnend im 18. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert hinein. Aber auch Zuwanderung: Die Waldenser zu Beginn des 18. Jahrhunderts, ebenso die Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der ehemalige Gymnasiallehrer Franz Kowarsch hatte die Gabe, anschaulich und mit Bildern die verschiedenen Aspekte dieses Landstrichs, in dem sich zu Leben lohnt, den Zuhören nahezubringen. Der Vortrag war am „meteorologischen Sommerbeginn“ sehr gut besucht, man musste im Großvillarser Feuerwehrhaus „nachbestuhlen“. Die Zusammenarbeit mit Oskar Combe vom Bürgerverein Großvillars trägt, so kommt die jährlich einmal angebotene

gemeinsame Veranstaltung immer gut in Großvillars an. Franz Kowarsch näherte sich dem emotionalen Begriff „Heimat“ über die jüdischen Friedhöfe, die ein Zeichen von Dauer und Beständigkeit in unserer sich schon immer verändernden Welt sind. Wer will dem wider-sprechen: „Heimat ist dort, wo ich mich begraben lassen möchte!“

An Fronleichnam fällt unsere turnusgemäße Zusammenkunft im Flehinger Bahnhof aus. Wer sich für Genealogie interessiert, kann am Freitag, den 14. Juni 2019, um 18 Uhr in den Flehinger Bahnhof kommen. Dort treffen sich Kraichgau-Genealogen zu einem Workshop Computergenealogie mit GenPlus, einem Programm mit dem man Ortssippenbücher erstellen kann.

(2319)

Vortrag am 01.06.2019 in Großvillars

Mit der Exkursion nach Glinde an der Elbe hat der Heimatkreis Oberderdingen am 27. April 2019 sein Interesse für das dortige Lichtmessbrauchtum bekundet und neue Kontakte geknüpft
Mit der Exkursion nach Glinde an der Elbe hat der Heimatkreis Oberderdingen am 27. April 2019 sein Interesse für das dortige Lichtmessbrauchtum bekundet und neue Kontakte geknüpft

In Zusammenarbeit mit

dem Bürgerverein Großvillars bieten wir am Samstag, den 1. Juni 2019, um 16 Uhr im Feuerwehrhaus Großvillars einen Vortrag über den Kraichgau. Herr Franz Kowarsch aus Sulzfeld, und dort engagiert im

Heimatverein, wird über die toskanische Land-schaft und ihre Reize referieren. Das Land der tausend Hügel hat viele Aspekte, es war, weil es fruchtbare

Ackerböden hatte, schon früh besiedeltes „Bauernland“. Der Löß ist typisch für den Kraichgau, die größeren Städte liegen an seinem Rand. Hier stießen die Territorien der Kurpfalz, Baden und Württembergs zusammen, keine dieser Mächte konnte die Oberhand gewinnen. In der welligen Senke zwischen Odenwald und Schwarzwald gab es etliche kleine Gebiete der Reichsritterschaft und hinein gesprenkelt gab es auch Kirchenland. Speyer war hier begütert. Dieses Durchzugsland erlebte in den 1.200 Jahren seiner fassbaren Geschichte

fürchterliche Zerstörungen. Im 30-jährigen Krieg und im Gefolge der Soldateska wütete hier die Pest, die Franzosen brandschatzten es mehrmals im 17. Jahrhundert, oft waren die Dörfer rauchende Trümmerhaufen. Einen Einblick in die Geografie und Geschichte unserer näheren Heimat wird der frühere Gymnasiallehrer Franz Kowarsch bieten. Viele Gemeinden feiern heuer ihre Ersterwähnung im Lorscher Kodex vor 1.250 Jahren. Aber der Kraichgau war schon viel früher besiedelt. Die Veranstaltung kostet keinen Eintritt! Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.

Ein kurzer Hinweis:

Unser Ausflug nach Glinde kam dort gut an. Die neu geknüpften Verbindungen zum dortigen Lichtmesskomitee sind ausbaufähig. „Lichtmessbrauchtum“ gab es früher im ganzen deutsch-sprachigen Raum. Allerdings wich es in einigen Punkten voneinander ab. Gemeinsam war für alle der Termin, an dem Dienstboten wechseln konnten oder mussten. Nach dem 2. Februar begann die Feldarbeit. Unser Besuch in Sachsen Anhalt ist ein neuer Ansatz für verglei-chende Forschung, es gibt heute schon Anlass, dass wir uns auf den 2. Februar 2020 freuen. Vielleicht gibt es bis dahin weitere Neuigkeiten.  

(2219)

Mitgliedsbeitrag

Die mächtige Ruine der Ravensburg hoch über Sulzfeld. Seit ihrer Ersterwähnung 1231 in ununterbrochenem Besitz der Freiherrn Göler von Ravensburg. Gemeinsam mit dem Steinsberg beherrscht sie den Kraichgau. Foto privat
Die mächtige Ruine der Ravensburg hoch über Sulzfeld. Seit ihrer Ersterwähnung 1231 in ununterbrochenem Besitz der Freiherrn Göler von Ravensburg. Gemeinsam mit dem Steinsberg beherrscht sie den Kraichgau. Foto privat

Anfangs Juni wird der Heimatkreis Oberderdingen den Vereinsbeitrag für 2019 von 10 € bei den Mitgliedern abbuchen. Wir können ihn

in dieser moderaten Höhe halten, weil keine Verwaltungskosten und Texthonorare anfallen und die Auflage der Rundbriefe wächst, also die Stückkosten pro Heft sinken. Wir geben ja im Wesentlichen nur für das Drucken der Rundbriefe und der Sonderveröffentlichungen Geld aus. Zurzeit haben wir rund 400 Mitglieder, die auf Ostern den ersten Rundbrief dieses Jahres erhielten. Auf Weihnachten ist der Rundbrief 59 zur Veröffentlichung vorgesehen und auf die Badische Kirchweih Ende Oktober wollen wir ein weiteres Ortsfamilienalbum herausgeben. Daran arbeitet Herr Heinrich Kowarsch, der dafür immer noch alte, beschriftete Fotos von Flehingen sucht. Wer für die Rundbriefe Artikel zur Regionalgeschichte oder Volkskunde schreiben will, ist zur Mitarbeit herzlich eingeladen. Die nächste Vereinsveranstaltung ist in Großvillars am Samstag, den 1. Juni 2019, um 16.00 Uhr im Feuerwehrhaus. Herr Franz Kowarsch aus Sulzfeld wird den Kraichgau vorstellen. Nicht nur in Bildern, sondern in einem fundierten Vortrag schildert er das Land der 1.000 Hügel oder wie die Durchgangslandschaft auch genannt wird, die „badische Toskana“.Der eher unbekannte Kraichgau, der direkt vor der Haustüre liegt, und den es lohnt besser kennenzulernen. Wie bei uns üblich, ist der Eintritt zur Veranstaltung im Feuerwehrhaus frei.

(2119)

Engel2

Historische Ansichtskarte „Der Heilige Schutzengel“ um 1890  (Deutsches Schutzengel-Museum, Bretten)
Historische Ansichtskarte „Der Heilige Schutzengel“ um 1890 (Deutsches Schutzengel-Museum, Bretten)

Dass es in Bretten ein Deutsches Schutzengel-Museum gibt, weiß „man“ ja. Ein Besuch an einem regnerischen Samstag oder Sonntag lohnt, wie sich unsere Gruppe am vergang-enen Wochenende über-zeugen konnte. Man erfährt dort, dass Schutzengel weiblich, jung und weiß-gewandet sind, sie haben Flügel. In der bildenden Kunst kommen sie haupt-sächlich ausgangs des 19. Jahrhunderts und bis in die 1920er Jahre vor. Im ersten Weltkrieg mussten sie auch für Propagandazwecke herhalten, ihre Bildnisse hingen in Öldruck oft im Schlafzimmer oder als Gebetsaufforderung in der guten Stube. Mit Engeldarstellungen konnte man Konfirmations-bescheinigungen und Heiratsurkunden schmücken. Auch auf Sterbebildchen sind sie zu finden. Am zahlreichsten sind jedoch Darstellungen, auf denen Schutzengel kleine Kinder behüten, sie verleihen damit der Vorstellung Ausdruck, „dass jedem Menschen ein besonderes Himmelswesen zugeteilt ist“. Damit beziehen sie sich auf das Bibelwort: „sehet zu, dass ihr nicht eines von diesen Kindern verachtet, denn ich sage euch: Ihre Engel sehen allzeit das Angesicht meines Vaters im Himmel“. Engel sind nichts speziell katholisches, aber dort gibt es eine Engelhierarchie, sie kommen übrigens in allen Hochkulturen vor. Die Seraphim sind in der höchsten Stufe eingeordnet, die Schutzengel stehen hingegen auf der niedersten Stufe. Die himmlischen Heerscharen in St. Martin in Flehingen – gemalt von Franz Schilling aus Karlsruhe- sind anders aufgefasst, vom Ausdruck in Anlehnung an den Beuroner Stil oder byzantinischen Stil. Vom theologischen Hintergrund sind sie abgeleitet vom alttestamentarischen Ezechiel oder dem neutestamentarischen Engeln der Offenbarung. Jedenfalls werden sie in der Flehinger Kirche nicht „verniedlicht“ dargestellt.

Wir treffen uns am Donnerstag, den 16. Mai 2019, um 18.45 Uhr zur weiteren Engel-erkundung in der kath. Kirche St. Martin in Flehingen, nachdem wir in Rottenburg unsdie Ausstellung über „Engelwelten“ und in Bretten die „Schutzengel“ angesehen haben. Anschließend sind wir zum regulären Monatstreffen um 19.30 Uhr im Flehinger Bahnhof und sehen uns dort Bilder unseres Ausflugs nach Glinde, Wittenberg, Magdeburg und Naumburg an.

(2019)

Engel

Engel an der Sandsteinkanzel von St. Martin in Flehingen
Engel an der Sandsteinkanzel von St. Martin in Flehingen

Wir beschäftigen uns mit „Engeln“, deren „Heerscharen“

man in den Kuppelmalereien der Flehinger Kirche St. Martin sehen kann. Den

Auftakt dazu bildete unsere Exkursion am 8. März 2019 ins Diözesanmuseum in Rottenburg am Neckar. In den dortigen „Engelwelten“ wurde versucht in Form und Gestalt Wesen zu zeigen, deren Aussehen man nicht kennt. Wir setzen unsere Erkundung des Begriffs „Engel“ in der Brettener Schutzengelsammlung im Schweizer Hof fort. Dazu treffen wir uns am Samstag, den 11. Mai 2019, um 13.30 Uhr am Stadtbahnhalt Industriegebiet der S 4 nach Bretten. Kosten für Fahrt 3.- € pro Person, der Eintritt ist frei. Die „Schutzengel“ sind die niederste Kategorie in der Hierarchie des Himmels. Die Bibel definiert Engel als „dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit“. Aber so tief empfunden sind die Schutzengel in den Lithographien des späten 19. Jahrhunderts, die damals in vielen Kinderzimmer hingen und heute in Bretten zu sehen sind, nicht dargestellt. Es sind dort junge weibliche Wesen mit mütterlichen Funktionen, sie haben ein weißes Gewand an und deutlich gefiederte Flügel. Auf uns im 21. Jahrhundert wirken sie eher „kitschig“. In der Kunst gibt es deutlich andere Ausprägungen der „Engel“. Der Erzengel Michael im Kampf gegen den Drachen wie es die Apokalypse schildert wird anders aufgefasst, ebenso der Cherubim, der mit dem Flammenschwert Adam und Eva aus dem Paradies vertrieb, sieht anders aus als die „kindlichen Schutzengel“. Wir werden uns dem Thema auch am Donnerstag, den 16. Mai, in einer Nachbehandlung im Workshop ab 18.45 direkt in der Flehinger Kirche St. Martin und anschließend um 19.30 Uhr im Flehinger Bahnhof bei unserem regulären Treffen nähern. Engel an der Sandsteinkanzel von St. Martin in Flehingen

(1919)

Lichtmess im Mai!

Empfangskomitee vom Lichtmessvorstand vor dem Museum in Glinde
Empfangskomitee vom Lichtmessvorstand vor dem Museum in Glinde

Dass man in zwei Gemeinden Sachsen-Anhalts Lichtmess anders als in Oberderdingen feiert, ist auch bei uns bekannt. Aber dass man in Glinde am Schluss der Veranstaltung „ der Mai ist gekommen“ singt, war für uns neu, und manch anderes auch. Im einzigen Lichtmessmuseum Deutschlands hängen auch Bilder und Zeitungsberichte aus Oberderdingen, und das Empfangskomitee äußerte sich sehr interessiert an einem Besuch bei uns. Jedenfalls brachte der Jahresausflug des Heimatkreisesnach Glinde für beide „Lichtmess-gemeinden“ wertvolle Anregungen.Glinde ist ein Stadtteil von Barby nahe Magdeburg und hat 350 Einwohner. Alle Familien, und dies gewiss ohne eine einzige Ausnahme, engagieren sich an der Organisation von „LICHTMESS“. Der Umzug ist reine Männersache. Man trifft sich schon um Neujahr zur Vorbereitung des Festes und zum Bau der Themenwagen. Jahr für Jahr kommen am ersten Wochenende im Februar ein paar tausend Zuschauer in das Dorf an der Elbe. Der Festritus ist seit vielen Jahrzehnten festgelegt. Er nimmt Bezug auf das Ende der Winterzeit, dabei kommt die Sonne wieder mehr Kraft. Die Feldarbeit beginnt, Dienstboten können wechseln, sie bekommen ihren Jahreslohn. Damit ähnelt die dortige Lichtmess auch unserem Brauchtum. Es wäre eine Untersuchung wert, die jeweilige „Schnittmenge“ zu vergleichen. Auch bei uns ist ja der Umtrunk mit den Knechten im Amthof überliefert. Jedenfalls nutzt das kleine Dorf an der Elbe sein „Lichtmessfest“ als starken Identifikationsstifter für die Gesellschaft. Lichtmess in Glinde ist eine beachtliche Identitätsklammer, die das Dorf zusammenhält. Wir in Oberderdingen können uns davon etwas abgucken.Auch die anderen Stationen unseres Ausflugs – „Wittenberg die Lutherstadt“, als Schaufenster hergerichtet mit wenig Eigenleben, regte uns zum Nachdenken an. Man spürt dort förmlich den Gegensatz zwischen Fassade und Substanz oder andersherum dem Auseinanderklaffen von Fremdenverkehr und fehlenden Lebensäußerungen der Ansässigen. Ein ganz anderes Thema waren die beeindruckenden Dombesichtigungen von Magdeburg und Naumburg. Eine Kategorie für sich und mit nichts Profanem zu vergleichen!

(1819)

Die Villarser Waldenserkirchen

Die Villarser Waldenserkirchen
Die Villarser Waldenserkirchen

Vor genau 300 Jahren, und damit 20 Jahre nach ihrer

Ankunft in Württemberg, bauten die Waldenser ihre erste feste Kirche in

Großvillars. Vorher nutzten sie eine Baracke als Andachtsraum. Aber die heutige Kirche in Großvillars ist jünger. Weil die "Commune Villars“ seinerzeit aus Groß- und Kleinvillars bestand, und die Waldenser

keine Lutheraner, sondern Reformierte waren, wäre es für sie am günstigsten gewesen, in Knittlingen eine Kirche zu bauen, praktisch halbwegs zwischen den beiden Teilorten. Sie durften die fast baufällige St. Georgskapelle auf dem dortigen Kirchhof benutzen. Oder von Groß- oder Kleinvillars aus zum Gottesdienst in die reformierte Kirche nach Bretten laufen. Das befriedigte aber die Gläubigen in beiden Teilorten nicht, deshalb baute der Teilort Großvillars 1719 eine Kirche auf einem Grundstück der Herr- schaft, nämlich in den Pfarrgarten. Wie diese Kirche innen aussah ist nicht bekannt. Jeden-falls war es den Kirchgängern aus dem Teilort Kleinvillars nun lästig, Sonntag für Sonntag anderthalb Stunden über Feld zur Predigt zu wandern. Sie bauten deshalb 1737 eine eigene Kirche. Dies freute weder den Großvillarser Pfarrer noch die dortigen Einwohner. Die in Kleinvillars vorhanden gewesene Notkirche hatten die Franzosen bereits 1726 niederge-brannt. Der Kirchenbau in Kleinvillars war das Signal zur Aufteilung der Waldenser „Commune Villars“, was nach vielem Hin und Her 1826 dann auch passierte. Die Folge des Kirchenbaus von Kleinvillars war, dass nun auch die Großvillarser eine eigene Kirche, größer und schöner als die erste Holzkirche von 1719 wollten. Als sie rund 1.300 Gulden Kollekten-gelder zusammen hatten, fingen auch sie an zu bauen. Dies war 1749, also vor genau 270 Jahren. Die Holzkirche neben dem Pfarrhaus wurde zur Kelter und zu einem Spritzenhaus umfunktioniert und in der Nachkriegszeit abgerissen. Die 1952 neu erbaute Großvillarser Kelter privatisierte später die Gemeinde Oberderdingen. Die Kirche in Kleinvillars hielt auch nicht lange, 1872 wurde sie abgerissen und durch eine „Neugotische“ ersetzt. Das 300ste Baujubiläum der ersten und das 270ste Jubiläum der heutigen Kirche kann Großvillars dieses Jahr feiern.

(1719)

Donnerstagstermin für April fällt aus

„Osterbrunnen“ vor der St. Martinskirche in Flehingen
„Osterbrunnen“ vor der St. Martinskirche in Flehingen

Am 18. April wäre unsere nächste Zusammenkunft im Flehinger Bahnhof. Aber weil der dritte Donnerstag in diesem Jahr in die Karwoche und auf „Gründonnerstag“ fällt, unterbleibt dieses

Treffen. Bei den Katholiken sagt man, am Gründonners-tag fliegen die Glocken nach Rom, d.h. zu den Gottes-diensten wird bis Ostern nicht mehr mit Glocken-schlag eingeladen. Auch bei den Evangelischen gab es früher an diesem Tag „etwas Grünes“ zum Essen. Entweder Spiegelei mit Salzkartoffeln und Spinat –oder wenn es besser sein sollte: Maultaschen. Aber das hat sich abgeschliffen, die Jahreszeiten bestimmten früher, als es noch keine „Tiefkühltruhen“ gab den Speisezettel. Heute eher weniger, es ist ja immer alles im Angebot. Auch auf dem Land. Früher war die Karwoche eine stille Zeit, an die man sich selbstverständlich hielt, das war halt so, und da brauchte es keine weitere Begründung.

Ein extra Brauchtum für die Karwoche ist bei uns nicht überliefert, wie z.B. in Dürrenbüchig wo man ehemals am Gründonnerstag Fastenbrezeln aß. Seit etlichen Jahren gibt es bei uns „Osterbrunnen“, die vom Albverein oder den Landfrauen in Oberderdingen geschmückt werden. Als öffentliches und für alle sichtbares Zeichen, dass das Osterfest bald da sein wird, und beide christliche Konfessionen bereiten sich in eigener Liturgie in den letzten Tagen

der Karwoche auf das Hochfest Ostern vor.

Wir besuchen eine Woche nach Ostern das Lichtmessmuseum in Glinde. Durchaus ein adäquater Ersatz für den ausgefallenen Gründonnerstagstermin im April.

(1619)

Großvillarser Archive wiedervereinigt

Eines der ältesten Häuser von Flehingen, Haus Kraft am Senselberg – vor einigen Jahren abgerissen. Das Bild kam neu ins Archiv.
Eines der ältesten Häuser von Flehingen, Haus Kraft am Senselberg – vor einigen Jahren abgerissen. Das Bild kam neu ins Archiv.

Auf Ostern erhalten unsere Mitglieder den ersten

Rundbrief dieses Jahres zugestellt. Er enthält auf 64 Seiten Artikel zur Orts- geschichte und Volkskunde. Allerdings ist er leicht „Flehingen - lastig“ und

enthält keine Geschichten aus Großvillars. Aber dies ist gewollt, denn im Herbst wird ein leicht „Großvillars-lastiger“ Rundbrief 58 folgen. Das ist deshalb möglich, weil jetzt das Großvillarser Archiv der Knittlinger Seite (a) mit

dem Großvillarser Archiv der Derdinger Seite (b) „wiedervereinigt“ sind. Sie befinden sich gemeinsam im Oberderdinger Rathaus und

sind bequem zugänglich. Übrigens ist das Großvillarser Archiv reichhaltiger an Akten von  vor 1945 als das entsprechende für den Ort Derdingen. Weil in Knittlingen keine Verluste in den letzten Kriegstagen und der sich daran anschließenden unmittelbaren Nachkriegszeit eintraten, wohl aber bei uns. Spektakulär „Neues“ wird sich aus diesem Fakt kaum ableiten lassen, weil der Knittlinger Ortschronist, Rektor Karl Weisert – der übrigens aus Derdingen

stammte und mit Gustav Brandauer eng zusammenarbeitete, – im Knittlinger Heimatbuch von 1968 die Großvillarser Akten aus dem Knittlinger Stadtarchiv nutzte. Eher spärlich tröpfelt es beim Eingang von „alten Fotos“. Etwas mehr Bilder sollten wir für das geplante Ortsfamilien-Album Flehingen schon haben. Besonders gesucht sind Aufnahmen von Ortsereignissen: Festumzüge oder Veranstaltungen von Vereinen, Straßenszenen oder Veranstaltungen der Kirchen. Eben Belege, die zeigen wie das Leben hier vor 50 Jahren und davor aussah, auch Aufnahmen z.B. von Wirtshausstammtischen. Was wir zwar für die kommenden Generationen sammeln, aber jetzt nur in Ausnahmefällen veröffentlichen sind Aufnahmen aus dem „Dritten Reich“. Hakenkreuze sind immer heikel, und das wägen wir vor dem Abdruck solcher Bilder stets ab. Bei den Fotos von lebenden Personen gehen wir (bei den Druckversionen unserer

Veröffentlichungen) davon aus, dass diejenigen, die Fotos zur Verfügung stellen, auch mit der Veröffentlichung einverstanden sind. Da hat es seither auch keine Probleme gegeben. Aber stimmen tut es halt auch: Fotos, die wir nicht haben, können wir nicht im Ortsfamilienalbum Flehingen zeigen.

(1519)

Rundbrief 57

Flehinger Handwerksburschen 1928
Flehinger Handwerksburschen 1928

Unser neuer Rundbrief 57 wird auf Ostern erscheinen und an die Mitglieder aus-geliefert werden . Vor dreißig Jahren kam das erste Exemplar dieses Vereins-organs heraus. In der Zwischenzeit haben sich

sein Gesicht, Format, Umfang und Auflage geändert. Weil unser Verein kräftig wuchs, können wir uns nun Farbillustrationen leisten. Auch bei den Texten gab es seit 1989 einen Wandel. Wir halten uns im Nachdruck von bereits veröffentlichten Texten zurück. Die Copyright Vorschriften sind strenger geworden, dafür haben wir die Themen ausgeweitet, „Volkskunde“ hat neuestens einen kräftigeren Stellenwert. Aber eine Aufgabe blieb die ganzen vergangen 30 Jahren gleich: die Suche nach Autoren. Wer also ein Thema zu unserer Regionalgeschichte oder Volkskunde bearbeiten möchte, ist dazu herzlich

eingeladen.

Vom Umfang her wäre ein Aufsatz von 5 bis 6 DIN A 4 Seiten ideal. Themen gäbe es viele, und Zeit zum Schreiben hat man auch. Als nächstes soll ja nicht der Rundbrief 58, sondern das Ortsfamilienalbum Flehingen zur dortigen Kirchweih erscheinen. Wer noch alte Flehinger Bilder hat, kann sie zum Einscannen an Heinrich Kowarsch übergeben.

Wie in der Hauptversammlung angekündigt, werden wir jetzt auch „Workshops“ anbieten und mit dem Thema „Engel“ beginnen. Wir besuchen deshalb Mitte Mai die Brettener Schutz-engelausstellung.

Was wir aber wohl nicht mehr organisieren werden, sind mehrtägige Fahrten. Der Besuch des Lichtmessmuseums in Glinde bei unserer Exkursion vom 26. bis 28. April wird wohl eine „Abschiedsfahrt“ sein. Es sind noch Plätze frei! Eigentlich schade, dass man sich in Derdingen für unseren „Nationalfeiertag“ nur so oberflächlich interessiert, oder anders herum, ist Lichtmess hier nur am 2. Februar ein Thema? Dies wäre schade!

(1419)

Neue Bilder

Ein neu ins Archiv gekommenes Bild zeigt das Hochwasser in Flehingen vom 04.08.1931
Ein neu ins Archiv gekommenes Bild zeigt das Hochwasser in Flehingen vom 04.08.1931

Das im letzten Blättle gezeigte Bild von der

„Treibjagd 1932“ stammt aus Derdingen von der Familie Neubrand, deren Verwandter, ein Gastronom in Pforzheim, die Gemeinde-jagd 1932 gepachtet hatte.

Trotzdem: für den nächsten Rundbrief hätte der Verein gerne Vorkriegsjagdbilder

aus Flehingen, auch fürs Archiv. Für das auf Herbst geplante Ortsfamilienalbum

Flehingen werden weiterhin alte Ortsansichten, Bilder aus der Landwirtschaft oder

Familienbilder gesucht. Möglichst mit Beschreibung, denn nur so wird Ortsgeschichte begreif-bar. Die DIN-A 4 Veröffentlichung soll auf die Flehinger Kirchweih herauskommen. Wie es den Anschein hat, kann es klappen, dass auf Ostern der Rundbrief 57 erscheint. Die Artikel sind komplett.

Für die Fahrt nach Wittenberg, Glinde, Magdeburg und Naumburg vom 26. bis 28. April (=Wochenende nach Ostern) suchen wir noch immer Mitfahrer, die 300 € Kosten pro Person werden nicht überschritten.

Eigentlich wäre turnusgemäß am 18. April unser nächster Treff im Flehinger Bahnhof. Aber

am 18.04.2019 ist Gründonnerstag, weshalb der Termin in der Karwoche entfällt. Wir werden dafür im Mai einen Workshop zum Thema „Engel“ anbieten. Als Nacharbeit zu unserer Exkursion nach Rottenburg und als Vorbereitung des Besuchs im Schutzengelmuseum in Bretten. Sicher ein interessantes Thema, das auch Lokalbezug hat. So zeigen die monu-mentalen Ausmalungen in St. Martin Flehingen auch zahlreiche Engeldarstellungen. Aber was es mit diesen unsichtbaren, körperlosen Lichtgestalten auf sich hat, ist nicht mehr „Allgemeingut“. Zur Vorbereitung dieses Workshops suchen wir Bilder, bzw. Digitalfotos von Engeldarstellungen, die bei uns im „Hausgebrauch“ sind. Ansprechpartner dafür und auch für

Anmeldungen zu unserer Fahrt zum Lichtmessmuseum sind:

E. Breitinger Tel. 07045 912800, bzw. H. Kowarsch Tel. 07258 8326.

(1319)

Wer überlässt uns alte Fotos zum Scannen?

Treibjagd 1932
Treibjagd 1932

Wie jeden dritten Donnerstag im Monat treffen sich die

an Heimat- oder Volkskunde Interessierten am 21. März 2019 um 19.30 Uhr im Flehinger Bahnhof. Dort wird man sich gemeinsam alte Fotos aus unserer Gemeinde ansehen. Heinrich Kowarsch ist jetzt schon fleißig dabei, fürs Ortsfamilienalbum Flehingen historische Aufnahmen zu sammeln und zu beschreiben. Man staunt, was sich in alten Fotoalben alles erhalten hat, oft aber leider ohne genaue Beschreibung von Anlass und der dargestellten Personen. Man kann ja getrost unterstellen, dass in der Vorkriegszeit wohl nur ganz wenige fotografische Aufnahmen ohne konkreten Anlass entstanden. „Geknipst“ hat auf dem Dorf fast keiner. Ein Fotoapparat in der Familie war nicht üblich, die Filme und das Entwickeln kosteten Geld. Deshalb steht hinter den meisten alten Fotos eine spannende Geschichte. Auch diesen soll im Ortsfotoalbum Flehingen nachgespürt werden. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Es gibt sicher noch Leute, die etwas von den „alten Zeiten“ erzählen können oder von dort vorge-fallenen Geschichten gehört haben. Es wär doch schön, wenn auf diese Weise halbver-gessenes wieder aufgefrischt werden könnte. Gesucht werden für den nächsten Rundbrief auch ganz gezielt Jagdfotos aus Flehingen. Aber das Zusammen-sitzen und „sich aus-tauschen“ ist oft die Vorstufe vom „Mitmachen“. Z.B. sind Aktive gesucht, die in den Rund-briefen etwas „Ortsgeschichtliches“ schreiben, oder bei unseren Exkursionen mitfahren. Es sind noch Plätze frei bei unserer Fahrt nach Wittenberg, Magdeburg, Naumburg, verbunden mit dem Besuch des Lichtmessmuseums in Glinde. Termin: vom 26. bis 28. April 2019. Eine Region in Deutschland, die bei uns noch nicht so bekannt ist. Und doch: Wittenberg war auch für den Kraichgau im 16. Jahrhundert ein geistiges Zentrum, dessen Spuren man durchaus verfolgen kann. Interessieren Sie sich dafür – oder auch nur für Lichtmess – rufen Sie bitte an:

E. Breitinger 912800 oder Heinrich Kowarsch 07258 8326.

(1219)

Ist unser Lichtmess badisch?

Teilnehmer der Exkursion vor dem Dom St. Martin in Rottenburg am Neckar
Teilnehmer der Exkursion vor dem Dom St. Martin in Rottenburg am Neckar

Letzte Woche bot der Heimatkreis eine Exkursion zur Engelausstellung im Rottenburger Diözesan-museum. Die dort gezeigten hochkarätigen Bilder, Skulpturen und Sakral-gegenstände gaben nur

eine ungefähre Antwort auf die Frage, was sind denn Engel überhaupt?

Wie sie aussehen ist unbekannt, wo sie sich aufhalten weiß man nicht. Aber Engel als unsichtbare Wesen gibt es in verschiedenen Religionen, im Judentum und auch im Islam. Geflügelte Wesen – im Großen und Ganzen, die heutige Vorstellung über das Aussehen der Engel gab es schon bei den Ägyptern. Ein Großteil der gezeigten Gegenstände stammt aus dem christlich abendländischen Sakralbereich. Und weil Engel für uns Menschen unsichtbar bleiben, wechselt ihr Abbild mit den Stilrichtungen der Kunst. Michael mit der

Seelenwage hat zu jeder Zeit die Phantasie der Künstler beflügelt. Die Teilnehmer waren hoch zufrieden mit dem nicht alltäglichen Konzept der „Engelwelten“. Ihnen erschlossen sich „Wegbereiter, Himmelsboten und Lichtgestalten“. In Rottenburg wurde erstmals als  Ausstell-ungskonzept die „Genealogie der Engel“ gewählt, eine durchaus passende  Herangehens-weise für ein nicht ganz einfaches Thema. Dies kam bei unserer Besuchergruppe gut an. Im Übrigen war die Ausstellung in Rottenburg besonders in der zurückliegenden Vorweihnachts-zeit ein Publikumsmagnet. Da wir ziemlich lange im Zug saßen – die Hinfahrt ging über den vorfrühlingshaften Nordschwarzwald, die Rückfahrt über Stuttgart – gab es Gelegenheit auch die kommenden „Aktionen“ des Heimatkreises zu besprechen. Zumindest nach jetzigem Stand der Anmeldungen werden die „Derdinger“ in der Minderheit in der Delegation sein, welche in Glinde vom „Derdinger Nationalfeiertag“ erzählt und das dortige „Lichtmess-museum“ besucht. So stellte sich unser Verein ursprünglich nicht die persönliche Kontakt-aufnahme von Lichtmessaktivisten zwischen dem Süden und Norden vor. Stellt es sich jetzt

heraus, dass Lichtmess „badisch“ geworden ist?

Unsere Fahrt nach Wittenberg, Magdeburg, Naumburg, verbunden mit dem Besuch des

Lichtmessmuseums in Glinde, ist noch nicht ausgebucht. Termin: vom 26. bis 28. April 2019. Kosten 300 € pro Person. Bei Interesse melden sie sich bitte telefonisch an bei E. Breitinger in Oberderdingen Tel. 912800 oder bei H. Kowarsch in Flehingen Tel 8326.

(1119)

Engel

Zwei von insgesamt 24 Engeln der monumentalen Ausmalung von 1933 in den Kuppeln der St. Martinskirche in Flehingen
Zwei von insgesamt 24 Engeln der monumentalen Ausmalung von 1933 in den Kuppeln der St. Martinskirche in Flehingen

Aus der Bibel kennt man Cherubim und Seraphim,

geflügelte Wesen, deren Aussehen oder Geschlecht sich aus der Heiligen Schrift

nicht weiter erschließt. Das Rottenburger Diözesan-museum zeigt in einer Ausstellung den Wandel in der Auffassung und Darstellung der Boten Gottes im Laufe der Zeit und in den verschiedenen Kulturen. Augustinus hat in seinem „Gottesstaat“ Engel und Dämonen verglichen. Er lehnt die Anbetung der Engel ab, fordert aber deren Verehrung. Heute kennt man umgangssprachlich noch den „Schutzengel“ oder nutzt den positiv besetzten Begriff, um Zuneigung auszudrücken. Die Rottenburger Ausstellung ist in acht Kategorien gegliedert, zeigt das Thema „Engel“ unter verschiedenen Blickwinkeln und wie sich in der jüdisch- christlichen Tradition die Vorstellung von den Boten Gottes entwickelte. Wir treffen uns am Freitag, den 8. März um 9.30 Uhr am Stadtbahnhalt im Flehinger Industriegebiet, fahren mit dem Zug über Pforzheim Stuttgart nach Rottenburg und gehen dort zum Mittagessen. Die Ausstellung ist ab 14 Uhr geöffnet. Kosten für Fahrt und Eintritt 15€ pro Person. Sie müssen sich vorher nicht anmelden, kommen Sie einfach zum Stadtbahnhalt.

Unsere Exkursion nach Wittenberg, Magdeburg, Naumburg, verbunden mit dem Besuch des Lichtmessmuseums in Glinde ist noch nicht ausgebucht. Termin: vom 26. bis 28. April 2019. Kosten 300 € pro Person. Aber dafür sollten Sie sich anmelden, entweder auf dem Rathaus im Bürgerbüro oder im Aschingerhaus. Es geht auch telefonisch bei H. Kowarsch in Flehingen

Tel 8326 oder E. Breitinger in Oberderdingen Tel. 912800.

(1019)

Unsere Fahrt nach Glinde

Dieter Weisert wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt
Dieter Weisert wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Sicher, der Anlass für unsere Fahrt vom 26. April bis 28. April 2019 nach Sachsen-Anhalt ist der Besuch des einzigen Lichtmessmuseums in Deutschland, es steht in Glinde. Aber das wäre ein bisschen dürftig für eine Fahrt über 600 km in den Norden. Wir

besuchen die Lutherstadt Wittenberg und übernachten auch dort. Auf dem Besuchsprogramm steht die Schlosskirche mit der berühmten Thesentüre, der Marktplatz mit den Denkmälern von Luther und Melanchthon. Am Samstag besuchen wir in Glinde das Museum und nachmittags sind wir in Magdeburg. Der Dom steht auf dem Besuchs-programm, wir werden uns auch Zeit zu einem Cafebesuch in der Altstadt nehmen. Die Rückreise führt über Naumburg, die Stadt mit ihrem berühmten Dom aus dem Spätmittelalter. Am Sonntagabend sind wir so gegen 20 Uhr wieder zurück in Oberderdingen. Die Fahrt mit allen Eintritten, mit Übernachtung im Doppelzimmer und einem Abendessen kostet pro Person 300 €. Bitte melden Sie sich an! Entweder bei H. Kowarsch in Flehingen Tel 8326 oder bei E. Breitinger Tel 912800 beziehungsweise auf dem Bürgerbüro des Rathauses oder im Aschingerhaus. Es sollten 40 Fahrtteilnehmer zusammenkommen.

Lichtmess in Glinde verläuft ein bisschen anders als in Oberderdingen. Dort stehen die Sonnenwende und der Abschied vom Winter im Mittelpunkt. Es gibt am ersten Februar-sonntag einen Umzug mit einigen Themenwagen ähnlich der süddeutschen Faschings-umzüge. Die Kultfigur dort ist der „Erbsenstrohbär“ -ein Symbol für den Winter. Aber dies

erkunden die Fahrtteilnehmer am ehesten vor Ort selbst. Wir in Derdingen sind die einzigen, die Lichtmess in Süddeutschland mit einem Kuchenritt begehen. Das interessiert auch die Lichtmessbegeisterten in Mitteldeutschland. Eine Kontaktaufnahme ist sicher kein Fehler. „Lichtmess“ hatte früher eine tiefere Bedeutung als der heutige Halbfeiertag mit dem Krämermarkt bei uns. Eigentlich müsste es ein Leichtes sein, 40 Personen zusammen-zubringen, die als Boten des Derdinger „Nationalfeiertags“ in den Norden reisen. Bitte melden Sie sich jetzt an, damit wir das Hotel verbindlich buchen können.

Bei unserer Jahreshauptversammlung vorige Woche, haben wir Herrn Dieter Weisert für seine Treue zum Verein geehrt. Seit 25 Jahren ist er Mitglied bei uns und hat sich für „Lichtmess in Derdingen“ sehr engagiert. Ihm und seinem „Lichtmess-Wirtschaftsteam“

haben wir das Lichtmessdenkmal im Unterdorf zu verdanken. Das ist auch ein Alleinstellungs-merkmal!

(0919)

Berliner Familiengeschichte mit starken Wurzeln im Kraichgau

Einweihung des Ehrenmales für die Eltern von August Aschinger 1910
Einweihung des Ehrenmales für die Eltern von August Aschinger 1910

Vielleicht hätte dies auch Derdinger Bürger interessieren können: Weil der Referent krankheitshalber ausfiel,

erzählte der ehemalige Bürgermeister selbst erlebte Geschichte mit der

Schwägerin von Elisabeth Aschinger. Es ging also bei der Zusammenkunft von

Kraichgau -Genealogen am letzten Mittwoch um die Familiengeschichte des ersten Oberderdinger Ehrenbürgers August Aschinger, er hatte zwei Kinder. Sein Sohn Fritz übernahm die Führung des Berliner Gastronomieimperiums nach dem Tode seines Vaters, und die Tochter Elisabeth heiratete einen bulgarischen Diplomaten. Beide verübten 1949 kurz nacheinander Selbstmord. Fritz Aschingers Tochter verstarb in Amerika. So erlosch die Familie der Großgastronomen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg auf tragische Weise.

Den ursprünglich vorgesehenen und angekündigten Vortrag zum Thema „Pippi Langstrumpf und ihr genealogischer Zusammenhang mit Theodor Heuß“ wird der Haßmersheimer Genealoge Fritz Müßig im Herbst in Flehingen halten. Pippi Langstrumpf lebte tatsächlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf einer Insel im Bismarck-Archipel nordöstlich von Australien

und hatte nachweislich Ahnengemeinschaft mit dem ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Genealogie ist so gesehen mehr als ein langweiliges Rentnersteckenpferd.

Unser Verein will vom 26. bis 28. April 2019 nach Glinde fahren und dort das Lichtmess-museum besuchen. Unser Übernachtungsstandort ist die Lutherstadt Wittenberg, die wir besichtigen. Wie auch das nahe bei Glinde gelegene Magdeburg, dem man heute noch die ehemals starke Festung ansieht. Auf der Rückreise machen wir einen Abstecher nach

Naumburg an der Saale mit seinem ehrwürdigen Dom. Die dreitägige Reise kostet mit allen Führungen, Fahrt, Übernachtungen und einem Abendessen pro Person 300€. Bitte melden Sie sich entweder im Aschingerhaus oder auf dem Bürgerbüro des Rathauses an, wenn Sie sich dafür interessieren. Sie müssen kein Vereinsmitglied sein. Die Fahrt kommt bei 40 Teil-nehmern zustande. Wir bitten dann um eine Vorauszahlung von 50 €, damit wir sicherer planen können. Übrigens: Glinde an der Elbe ist eine Ortschaft, die zur Gemeinde Barby gehört und nicht größer ist als Großvillars.

Wir treffen uns am Donnerstag, den 21.02.2019, um 19.30 Uhr zur Jahreshauptver-sammlung im alten Bahnhof in Flehingen.

(0819)

Nach Glinde und weiter…

Das Denkmal für die Lichtmessreiter auf dem Kelterplatz wurde 2012 eingeweiht
Das Denkmal für die Lichtmessreiter auf dem Kelterplatz wurde 2012 eingeweiht

An Lichtmess wurde über unsere geplante Fahrt nach Glinde diskutiert. Dabei schälte sich heraus, dass der Termin vom 26. bis 28. April 2019 am passendsten ist, und dabei bleibt es jetzt. Ebenso steht nach

vielen Vorschlägen nun auch der Programmrahmen. Wir über-nachten in Wittenberg und wohnen in der Altstadt, die wir gleich am Freitagnachmittag besichtigen. Die Schlosskirche mit der berühmten lutherischen Thesentüre und den Marktplatz mit dem Luther- und Melanchthon-Denkmal. Wir wohnen quasi Wand an Wand mit dem „Lutherhaus“. Am Samstag sind wir dann vormittags in Glinde, besichtigen das dortige „Lichtmessmuseum“ und reisen danach zum Mittagessen weiter nach Magdeburg. Uns interessiert dort der Dom, das älteste gotische Sakralbauwerk in Deutschland. Wir nehmen uns bei unserem Altstadt-rundgang auch Zeit zu einem Café- oder Lokalbesuch. Auf der Rückreise am Sonntag besuchen wir Naumburg an der Saale. Dort steht dessen berühmter Dom, seit letztem Jahr Weltkulturerbe, auf dem Programm. In der Altstadt können wir die weitbekannten Bratwürste probieren. Am Sonntagabend 28.04.19 sind wir so gegen 20 Uhr wieder in Oberderdingen. Interessieren Sie sich für unsere Exkursion ins Hochmittelalter und zum Lichtmessmuseum Glinde, dann melden Sie sich bitte auf dem Bürgerbüro oder im Aschingerhaus an. Die drei-tägige Fahrt kommt zustande, wenn sich 40 Teilnehmer dafür interessieren, und kostet dann 300 €, wir werden eine Anzahlung von 50 € pro Person erheben. Bei unserer Jahreshaupt-versammlung am Donnerstag, den 21.02.2019, um 19.30 Uhr im Flehinger Bahnhof diskutieren wir auch nochmals das Besuchsprogramm. Dazu sind Sie herzlich eingeladen, und können sich gerne in die Diskussion einbringen, selbst wenn Sie (noch) nicht Mitglied im Heimatkreis sind.

(0719)

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2019

Ehemaliges Gasthaus zur Rose, erbaut 1897 – heute Sparkasse Flehingen
Ehemaliges Gasthaus zur Rose, erbaut 1897 – heute Sparkasse Flehingen

Am Donnerstag, den 21. Februar 2019, um 19.30 Uhr ist im alten Flehinger Bahnhof die Jahreshauptversammlung unseres Vereins, zu der alle Mitgliederrecht herzlich eingeladen sind. Als Tagesordnung ist vorgesehen:

 

1.  Bericht des Vorsitzenden

2.  Bericht der Schatzmeisterin

3.  Bericht der Kassenprüfer

4.  Entlastungen

5.  Sonstiges – Aktivitäten 2019

 

Wahlen sind dieses Jahr nicht

vorgesehen. Zu großen Teilen fassen die Mitglieder unseren Verein als Lesegesellschaft auf und freuen sich jedes Mal, wenn ein neuer Rundbrief mit alten Fotos und Geschichten zu unserer Gemeinde mit ihren Ortsteilen erscheint. Großen Zuspruch haben auch die Sonder-veröffentlichungen, vor allem unsere Ortsfotoalben. Dieses Interesse an der „Heimat“ ist erfreulich, und es wird als Kernbereich des Heimatkreises Oberderdingen“ weiterhin gepflegt. Aber der Verein will mehr bieten. Zum Beispiel Fahrten zu Museen, Ausstellungen oder Sehenswürdigkeiten. Für dieses Jahr ist eine Fahrt nach Glinde (bei Magdeburg) und nach Rottenburg (am Neckar) geplant. Der Heimatkreis will sich auch um „Nachwuchs“ kümmern. Der Ertrag von Fotoausstellungen – letztes Jahr zu Großvillars – war regelmäßig ein Mitgliederzuwachs. Allerdings waren diese zumeist nicht „jugendlich“, sondern passten zum Altersdurchschnitt des Vereins. Der Heimatkreis könnte auch den Rahmen für Workshops zu sonst eher selten angebotenen Aktivitäten bieten, wie z.B. Leseübungen in „Altdeutscher Schrift“. Themen gäbe es viele: Recherche vor Ort zu heute nicht mehr existierenden Ortsvereinen wäre beispielsweise eine lohnende Aufgabe, dort könnte man auf Über-raschungen stoßen. Wenn Sie Anregungen geben oder  Vorschläge für neue Angebote unseres Vereins machen wollen, dann kommen Sie bitte zur Jahreshauptversammlung. Wir zeigen dort auch neue uns überlassene alte Bilder.

Wer sich für Familienforschung interessiert, ist bei uns ebenfalls gut aufgehoben. Wir  kooperieren mit dem Arbeitskreis Genealogie im Heimatverein Kraichgau, der sich am Mittwoch, den 13. Februar 2018, um 19.00 Uhr ebenfalls im Flehinger Bahnhof trifft. Dort

referiert Fritz Müßig, ein Heimatforscher und Genealoge aus Haßmersheim, über den ersten Bundespräsidenten Dr. Theodor Heuß und stellt dessen Vorfahren aus dem kurpfälzischen Neckartal vor. 

(0619)

Lichtmess anderswo

Lichtmessreiter, der so nicht mehr im Unterdorf steht
Lichtmessreiter, der so nicht mehr im Unterdorf steht

Was Lichtmess bedeutet, weiß jeder Einheimische in Oberderdingen, man erhält auf Nachfrage erschöpfende Auskunft über Herkunft und Tradition des „Kuchenritts“. Gut ist, dass auch Schulkinder bei diesem „Derdinger National-feiertag“ in das Geschehen einbezogen werden, so vererbt man Tradition. Eher stockende Auskunft erhält der Fragende, wenn er sich bei Einheimischen erkundigt, was das Wort „Licht-mess“ eigentlich bedeutet. Dessen kirchlicher Ursprung ist bei uns im Volk verschüttet. In Bayern sagt man zum 2. Februar an manchen Orten, es sei Unser Frauentag der Kreuzweihe“ – das Fest „Maria Reinigung“ und Darstellung des Kindes Jesu im Tempel (nach mosaischem

Gesetz 40 Tage nach der Geburt). Bei dieser Gelegenheit preist der alte Simeon das Kind als künftigen Messias – aber das alles lassen Sie sich am besten von Ihrem Pfarrer erklären -- (wäre doch eine Motivation am kommenden Sonntag in die Kirche zu gehen, die Katholiken

können dort dann auch den Segen des Hl. Blasius erhalten, der vor Halskrankheiten und allem Bösen bewahren soll!) Lichtmess als „Bauernfeiertag“ ist auch bei uns noch ein  bis-schen geläufig, jedenfalls bei den Älteren. Die Feldarbeit begann, und Dienstboten konnten ihre Stelle wechseln. Aber das hatte nach dem zweiten Weltkrieg an Bedeutung eingebüßt und ist im Volksgedächtnis nicht mehr allgegenwärtig. An noch frühere Zeiten erinnert „Licht-mess“, wie es in Sachsen-Anhalt an zwei Orten gefeiert wird. In Spergau, heute ein tausend Einwohner großer Stadtteil von Leuna, wird der Brauch als ein „Konglomerat von kultischen Spiel-Rudimenten und Inszenierung von Begebenheiten, die im Laufe der Geschichte ihre Bedeutung im Dorf hatten“ erklärt. Dort werden am ersten Februarsonntag Würste gesam-melt, die abends beim Tanz gemeinsam verzehrt werden, es gibt einen Umzug im Dorf, der an Rheinländische Faschingszüge erinnert. Es treten im Laufe des Tages Symbolgestalten auf, sie necken die Leute und schwärzen sie mit Ruß. Die Spergauer Lichtmess ist im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes eingetragen. Anders wiederum feiert man Lichtmess in Glinde, dort gibt es ebenfalls einen närrischen Umzug durch das kleine

Dorf. Vorher wird mit dem „Bratwurstblasen“ essbares gesammelt, es gibt reichlich zu trinken und auch ein ziemlich nasses „Frauenfrühstück“. Jedenfalls glaubt man, dass Lichtmess dort vorchristliche oder slawische Wurzeln habe. Und Glinde, es ist einwohnermäßig kleiner als Großvillars, hat das einzige Lichtmessmuseum in Deutschland, in dem das Brauchtum um

dieses Fest zusammengestellt ist. Dieses „Lichtmessmuseum“ wollen wir uns im kommenden April ansehen. Die dreitägige Reise wird mit Übernachtung und Frühstück etwa 250 bis 300 € pro Person kosten. Wir sehen uns aber nicht nur im Dorf Glinde an der Elbe um, sondern besuchen das nahegelegene Magdeburg und auch Naumburg mit seinem Dom (seit Juli 2018

UNESCO-Welterbe) auf der Rückreise. Auch Dessau, den Wörlitzer Park sowie die Lutherstadt Eisleben und das Kyffhäuserdenkmal könnte man in diese Reise miteinbeziehen.

Das genaue Programm und den Termin möchte der Heimatkreis zusammen mit den an dieser Fahrt Interessierten noch festlegen. Wenn Sie also Interesse an „Lichtmess anderswo“ haben, fahren Sie doch einfach mit uns nach Glinde. Sie können Ihr Reiseinteresse schon jetzt auf dem Bürgerbüro des Rathauses vormerken lassen. Kommen mindestens 40 Reiseteilnehmer zusammen, gibt es die Fahrt im April.

(0519)

Was bleibt?

Besuchergruppe des Heimatkreises vor dem Badischen Landesmuseum
Besuchergruppe des Heimatkreises vor dem Badischen Landesmuseum

Gedankenexperimente sind nicht verboten.

Einmal unterstellt, in 3.500 Jahren wird ein Archäologe bei uns graben. Irgendwo im Kraichgau, wo die Oberflächenstruktur eine frühe Siedlung vermuten

lässt – was würde man dort finden? Betonreste eines Kellers, im  Haus-schutt Keramikscherben und zusammen-gebackenes Metall von Küchengeräten. Wohl keine Skulptur

mehr. Oder die undeutlichere Variante: ein Konglomerat von Porzellanbrocken, Schlacken und geschmolzenem Metall. Schlecht zu deuten – und noch schlechter: von diesen Resten Gesellschaftsstrukturen abzuleiten, wie Aufstieg und Zusammenbruch von Staaten. Aber in der Karlsruher Mykene-Ausstellung berühren solche Fragen den Besucher. Was hat sich also für unsere Zeit erhalten? Wer war die Elite in Mykene oder in den frühen griechischen

Stadtstaaten? Warum brach dort im 12. Jahrhundert v. Chr. die Zivilisation zusammen?

Waren es Folgen eines Krieges, eines Erdbebens oder einer Revolution? Man sieht den spär-lichen Hinterlassenschaften das Ende der großen Zeit der Mykenischen oder Griechischen Hochkultur nicht an. Im Wesentlichen haben sich für uns Kostbarkeiten aus Gräbern erhalten. Goldmasken, Schmuck und Waffen. Feine Ketten, mit denen sich auch heute noch Frauen schmücken möchten, goldene Zierwaffen, Siegel, Broschen, Ringe. Die fein ziselierte Gold-kette mit stilisierten Papyrusblüten könnte durchaus das Schaufenster eines heutigen Spitzen-juweliers zieren. Man erkennt Hinweise auf weitreichenden Handel bis in den Sudan hinein mit Elfenbein oder bis zur Ostsee mit Bernstein. Die Reste einer faszinierenden Welt erschlossen sich der Besuchergruppe des Heimatkreises, die am vergangenen Freitag die Ausstellung zu Mykene im Badischen Landesmuseum besuchte. Mykenes berühmtes Löwentor öffnet den Zugang zur Burg des Agamemnon. Die Mythen vom Bruder- und Kindermord, ja von Kannibalismus gaben den Anstoß zu Heinrich Schliemanns Ausgrab-ungen. Er war vom wahren Kern der sagenhaften Überlieferung zum Trojanischen Krieg fest überzeugt. Das Ergebnis dieser nun schon über 100 Jahre dauernden Sondierung in der griechischen Frühgeschichte sieht man jetzt in Karlsruhe. Die Teilnehmer unseres Ausflugs waren von den gezeigten Exponaten überwältigt. Weil auch die Stadtbahn pünktlich fuhr, waren alle restlos begeistert.

(0419)

Vorschau aufs Frühjahr

Fröhliche Geburtstagsrunde in der Derdinger Rose ca. 1955
Fröhliche Geburtstagsrunde in der Derdinger Rose ca. 1955

Vorschau aufs Frühjahr

Wenn Sie mit uns zur Ausstellung „Mykene – die sagenhafte Welt des Agamemnon“ ins Badische Landesmuseum im Karlsruher Schloss fahren wollen, kommen Sie

einfach am Freitag, den 18. Januar 2019 um 12.30 Uhr zum Stadtbahnhalt Industriegebiet nach Flehingen. Sie müssen sich nicht anmelden, Fahrt und Eintritt kosten 18,- € pro Person. Die Karlsruher Sonderausstellung zeigt den Aufstieg, die wirtschaftliche und kulturelle Blüte, sowie den raschen Untergang des Mykene Reiches während der Periode von 1600 bis 1200 vor Christus in Griechenland. Wir planen für dieses Frühjahr noch mehr

Reisen, z.B. auch ins Diözesanmuseum nach Rottenburg. Wir wollen auch – entsprechende Beteiligung vorausgesetzt – eine Exkursion nach Glinde bei Magdeburg anbieten. Dazu sollten Sie sich aber anmelden. In dieser Gemeinde gibt es das einzige „Lichtmess-Museum“ Deutschlands. Dort oben an der Elbe feiert man, zwar anders als bei uns, auch Lichtmess. Den genauen Termin der Reise (voraussichtlich im April) werden wir gemeinsam mit den Interessenten festlegen, genauso das Programm. Vielleicht mit einem Abstecher nach Magdeburg oder Wittenberg. Kosten für Fahrt und Übernachtung 250 – 300 € pro Person je

nach Teilnehmerzahl. Unsere Jahreshauptversammlung ist am Donnerstag, den 21. Februar 2019 um 19.30 Uhr im alten Bahnhof von Flehingen. Auf der Tagesordnung werden dienormalen Regularien stehen, diesmal auch mit Wahlen. Wer Vorschläge fürs Jahres-programm hat ist herzlich zur Diskussion eingeladen.

Früher gab es mehr Wirtschaften in den Dörfern. Man traf sich dort, denn es gab in den 1950 er Jahren noch keinen Fernseher im Wohnzimmer, auch kein bewirtschaftetes Vereinsheim, und Autos zum Fortfahren hatte die Jugend noch nicht. Die fröhliche Geburtstagsrunde traf sich in der Derdinger Rose so um 1955.  

(0319)

Mykene

Richtfest am Schulhaus in Flehingen 1957
Richtfest am Schulhaus in Flehingen 1957

Mit „Heimat“- Geschichte hat der von uns ange-botene Museumsbesuch in Karlsruhe wohl wenig zu

tun. Und doch: in Griechenland lag die Wiege der ersten europäischen Hochkultur. Mykene war ein Stadtstaat, der zwischen 1.600 und 1.200 vor Christus blühte, bei uns im Kraichgau hatte gerade die Bronzezeit begonnen. Dort im sonnigen Hellas, gab es bereits prunkvolle Steinpaläste, bei uns wohnte man noch in Hütten aus Rutengeflecht mit Lehmbewurf. Über 400 Exponate wie prachtvoller Goldschmuck, Keramik, Götterstatuen, Schwerter und goldene Totenmasken erzählen von der griechischen Frühzeit. Die Ausstellung „Mykene – die sagenhafte Welt des Agamemnon“ macht den Aufstieg, die Blüte und den Verfall dieser Kultur begreifbar, die man bei uns in der Schulzeit durch Schwabs „Sagen des klassischen Altertums“ kennenlernte. Jedenfalls ist die Ausstellung im Badischen Landes-museum ein Highlight, die vielen Goldobjekte wurden bislang noch nie in dieser Zusammen-stellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir fahren am Freitag, den 18. Januar 2019 mit der Stadtbahn nach Karlsruhe. Treffpunkt ist die Haltestelle Oberderdingen-Flehingen Industriegebiet um 12.30 Uhr, Abfahrt um 12.45 Uhr. Kosten einschließlich Eintritt 18 € pro Person.Unser Ortsfamilienbuch Großvillars-Teil 2 ist von der Bevölkerung gut angenommen worden. Etwa 100 Exemplare konnten wir vor Weihnachten an Interessierte verkaufen. Es gibt aber weiterhin noch Großvillarser Ortsfamilienbücher. Man kann sie bei Oskar Combe in Großvillars oder in der Vinothek am Heinfelser Platz zum Preis von 15 € erwerben. DieAuflage der 2011 von Martin Kößler bearbeiteten ersten Bildersammlung zu Großvillars ist jedoch vergriffen. Wir werden sie dann nachdrucken, wenn genügend Vorbestellungen vorliegen. Sie können sich dafür im Bürgerbüro auf dem Rathaus oder bei Oskar Combe in Großvillars vormerken lassen.Für eine entsprechende Sonderveröffentlichung zu Flehingen sammelt Heinrich KowarschBilder. Sie soll dieses Jahr erscheinen, kann aber nur das von Flehingen zeigen, was die Bevölkerung an alten Fotos zur Verfügung stellt. Gesucht werden typische Aufnahmen zum Gemeindeleben in vergangenen Zeiten. Straßenansichten, aber auch private Bilder von Schulklassen, Feiern, Vereinstätigkeiten und hier insbesondere Fotos, die noch nie inFestschriften veröffentlicht wurden. Auch solche Bilder von nicht mehr existierenden Vereinen, wie dem Kleinkaliber-Schützenverein Flehingen, den es vor dem Krieg gab.(0219)

Mitmachen erwünscht

Flehinger Jagdgesellschaft in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts
Flehinger Jagdgesellschaft in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts

Zu neuen Themen lockt ein neues Jahr! Wenn auf Ostern 2019 der nächste Rundbrief erscheinen soll, so muss man sich jetzt schon um Aufsätze und Autoren kümmern. Vor-gesehen ist ein Artikel zur Koppeljagd der Flehinger

auf Bauerbacher,  Gölshauser und Gochsheimer Markung. Dazu gibt es gute Recherchemöglichkeiten in den erhaltenen Prozessakten von 1834 im Verfahren vor dem Badischen Hofgericht in Rastatt, das sich dann erschließt, wenn man als Hintergrund den „Zeitgeist“ miteinbezieht. Unser Verein bemüht sich um Ausgewogenheit, wir wollen im Rundbrief 57 auch Derdinger oder Großvillarser Themen behandeln. Wer will sich um die Geschichte von Ortsvereinen kümmern, die es heute nicht mehr gibt? Z.B über den Gesangverein Einigkeit Großvillars recherchieren, oder zum Flehinger Kleinkaliberschützen-verein. Auch Untersuchungen zu volkskundlichen Themen wären erwünscht, z.B. die üblichen Speisezettel bei Konfirmationen, Erstkommunionen oder den großen Festen im Jahreslauf, wie Weihnachten und Ostern vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Vielleicht ist heute noch „lebendiges Wissen“ darüber abrufbar. In ein paar Jahren sicher nicht mehr. Wir wollen nächstes Jahr auch Ausflüge organisieren – z.B. zur Ausstellung des badischen Landes-museums  „Mykene, die sagenhafte Welt des Agamemnon“, eine Kombination mit dem Besuch der Ausstellung „Lucida vallis“, das Kloster Lichtenthal als Zentrum kultureller Überlieferung wäre denkbar. Sie ist in der Badischen Landesbibliothek bis Mitte Februar zu sehen. Angedacht ist auch, nach Rottenburg am Neckar zu fahren. Dort ist bis Mitte März 2019 eine Ausstellung über Engelwelten im Diözesanmuseum zu bewundern. Einladungen zu diesen Ausstellungsfahrten erfolgen noch übers Blättle.

Sowohl im Dezember, als auch im Januar fallen unsere turnusgemäßen Zusammenkünfte am jeweiligen dritten Donnerstag des Monats aus.      

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